C'est la vie

Irgendwie hatte sich ein Satz eines Kommentares bei mir eingebrannt, mensch müsse ja nicht nur schreiben wenn es schlecht läuft. Und zugegeben hasse ich mich für einen weiteren Eintrag, doch den letzten kann ich leider nicht mehr so stehen lassen. Diese Ironie einen Eintrag zu verfassen quält mich dennoch ungemein. Vieles hat sich getan, das ist wahr. Doch wie das Leben so spielt wurde ich 1 Woche bevor ich den Mietvertrag auf der anderen Seite dieses Landes unterschreiben wollte, von der Universität der Nachbarstadt angenommen.

An diesem Punkt muss ich defintiv meinen Frust an diesem System ablassen. Ich habe ein schlechtes Abitur und damit steh ich ja nicht alleine da. Die NC-Werte sind jedes Semester unterschiedlich und es werden grundsätzlich weniger Plätze vergeben als möglich wären. Darauf trifft dann die realitätsferne Schulpolitik unseres Landes, nur um international besser da zu stehen, das Abitur zu verkürzen, um so mehr Abiturienten vorweisen zu können. Das weniger Plätze vergeben werden mag für den ein oder anderen vielleicht merkwürdig klingen, da man meistens vom Gegenteil hört. Aber dennoch ist es wirklich ein Witz wie einfach es ist, sich einen Platz an der Uni einzuklagen, im Verfahren verliert dort meistens die Uni. Wie auch immer, das führt natürlich dazu, dass wie auch ein paar Kommilitonen von mir, 1-3 Wochen nach Semesteranfang erst eine Zusage bekommen, was ein Leben ja praktisch auf den Kopf stellt.. Schneller Umzug oder langes Reisen, oder auch Monate couchsurfing, ich hab schon viel gehört.

Die Annahme an der Universität habe ich natürlich angenommen, da es mich schon immer in diese Stadt zog (trotz ihrer unglaublichen Hässlichkeit), in der ich übrigens auch geboren wurde. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich natürlich dennoch ans ausziehen, auch wenn die Uni nicht weit weg lag. Ich wollte endlich raus aus dieser Stadt, vorallem aus dem Elternhaus. Sehr gut getimet kam dann die Entscheidung der Eltern sich eine Eigentumswohnung zu kaufen, als Geldanlage. Dort ziehe ich momentan ein und kann mietfrei leben, bis ich einen Job in der Stadt habe. Das Studium ist ganz in Ordnung aber kommt gerade erst ins Rollen. Im Neujahr werden Klausuren geschrieben, und da wird es sicher nicht einfach für mich. Es ist schon komisch, wie mein Leben mir immer wieder einen Streich spielt. Da dachte ich, ich ziehe praktisch in ein neues Bundesland, weit weg, hatte mich seelisch darauf eingestellt und auch schon trotz Angst Vorfreude entwickelt, und da zieht es mich auf einen Schlag zurück, und das auch noch dahin, wo alles begann. Soll es dort auch enden?

Ich gehe wie immer mit gemischten Gefühlen, langsam und vorsichtig an die ganze Sache ran.

29.12.13 03:06
 
Letzte Einträge: Heute hier morgen dort


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Susi (29.12.13 19:29)
Ich freu mich sehr zu hören, dass du ein Studium anfängst/angefangen hast. Also Soziologie bei dir um die Ecke?


T (30.12.13 19:57)
"Also Soziologie bei dir um die Ecke? " Ja, genau!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Gratis bloggen bei
myblog.de