Klartext

Ich habe Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor alldem, was demnächst kommt. Lang genug habe ich das Erwachsen werden, bzw. das Erwachsenenleben vermieden, doch nun führt kein Weg drumerum. Studium, Job, Eigene Wohnung, neues Bundesland, das volle Programm. Ich war schon vorher scheiße und hab mir all meine Gedanken gemacht... Wie soll das erst werden wenn es "erst richtig los geht"? Ich vermute ich versuche mich unbewusst davon zu hindern diesen Weg zu gehen, und werfe mir immer wieder Steine in den Weg... Ich denke auch immer es wird besser... Jeder Joint ist der letzte Joint, obwohl ich indem moment merke, dass dem nicht so ist. Jeder Blogeintrag ist befreiend und der letzte, und doch weiß ich, dass ein Eintrag eine Garantie für einen nächsten ist. Ich irre umher und mache mir Gedanken um nichts. Ich beneide die Menschen, die einfach ihre Werte aufgeben und das ganze so leicht nehmen. Ich bewundere Menschen die mit 16 Jahren wussten, was sie ihr ganzes Leben machen wollen. Ich weiß es jetzt noch nicht, nicht im geringsten. Umsomehr macht mir das kommende Studium Angst, denn die Gefahr ist hoch zu versagen wenn man es eigentlich garnicht will - also das Studium an sich. Ich will ja leider nichts und muss ja irgendwas machen... Und 3 Jahre umsonst Abitur gemacht haben (unabhängig davon wie schlecht...) möchte ich auch nicht. Sonst hätte ich schon vor Jahren einfach eine Ausbildung angefangen und wäre jetzt schon fertig und angestellt in irgend einer Firma.. Doch ich dachte mir immer - Nein, du wirst schon was finden, was du dir vorstellen kannst. Bis heute weiß ich es leider nicht, doch die Uhr läuft ab. Und wenn ich 3 Wünsche offen hätte, wüsste ich nichts damit anzufangen.

 

entschuldigt die langen Sätze, die schlechte Kommasetzung und ungefähr alles was diesen Text ekelhaft zu lesen macht.

3.8.13 03:04


au revoir? oder auch nicht..

"Ich komm daher, wo wo man herkommt nicht so wichtig ist,
Deutsche Eltern, nivellierte Mittelschicht, ihr kriegt mich nicht
Zu fassen mittels Splitter biographischer Details.
Was mich einzigartig macht spielt sich ab zwischen den Zeilen,
Es lohnt genauer hinzusehen und schon ist es sich hinzugeben
Seeliger als alles einfach hinzunehmen.
Du bist hin und hergerissen in den Widersprüchen dieser Welt
Doch bei genauerer Betrachtung schließen Lücken wie von selbst."

In seiner ganz eigenen Weise ist dieser Eintrag ein Abschied, denn es ist Zeit zu gehen. Schluss mit diesem ganzen Scheiß, 6 Jahre Einträge, voll mit pubertärer scheiße und ich kann mich selbst nicht ausstehen dafür. Ich werde wegziehen, nächsten Monat. In ein neues Bundesland. Ich werde dann dort Soziologie studieren und mich um nichts mehr kümmern. Ich habe kein Bock auf diese Gefühlsscheiße, diese Art zweites Leben in meinem Kopf. Es macht keinen Sinn, es hat nie Sinn gemacht. Ich werde meine ganzen Werte beiseite schieben, und einfach drauf scheißen. Macht das nicht jeder so? Ist das nicht erwachsen werden? Ich geb einfach keinen Fick auf meinen ganzen Freundeskreis und ziehe an die andere Seite Deutschlands? Es ist schade, aber von meinen Ängsten mal abgesehen, freue ich mich auf die Zeit. Ich hoffe nur, dass ich klug genug bin um das Studium zu schaffen, das ist blöderweise meine größte Angst. Trotz meines geringen Selbstwertgefühls habe ich mich eigentlich immer für intelligent gehalten (dafür würde ich meine Hand aber nicht ins Feuer legen). Aber das bringt auch Probleme mit sich. Ich war immer faul, und habe während des ganzen Abiturs für nichts gelernt und es trotzem (zwar schlecht) geschafft. Ich weiß einfach nicht wie man lernt, ich habe es nie gemacht. Ich hoffe, dass ich einen Weg finde wie ich mir Dinge am besten einprägen kann. Dann schaffe ich das Studium. Was dann kommt liegt mir zu weit in der Zukunft, ich schaffe es ja kaum von A nach B zu denken. Ich hoffe für mich persönlich, dass ich hier nie wieder zu Wort komme, denn das hieße nur, dass es mir ziemlich beschissen geht.

 

Also Tschüss, ihr treuen und untreuen Leser, wenn man noch vom Plural sprechen kann. Ich weiß es nicht. Danke für alle die ihre Zeit geopfert haben, sich diese ganze einzige Blamage über die Jahre reinzuziehen, mir mit ihren Kommentaren immer Trost gespendet haben. Lebt wohl, aber ich denke und hoffe das tut ihr schon. 

23.8.13 00:25


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