Einsamkeit

In letzter Zeit haben meine Depressionen nachgelassen, doch wenn sie dann da sind, sind sie stärker als je zuvor. Ich habe in den letzten Monaten immer darauf geachtet nie alleine mit mir zu sein. Viel mit Freunden unterwegs, trinken und andere Rauschmittel. Ich hatte nie die Zeit in mich zu gehen, einfach nur stundenlang an die Decke glotzen, manchmal kotzen. Für viele wird das armseelig, erbärmlich wirken, doch für mich waren das die schönsten Momente meines Lebens. Meine Gedanken flogen fort, ich starrte in die Gegend und machte mir nur Gedanken über nichtiges, nichts was mich irgendwie deprimieren würde. Doch wenn ich dann Abends allein bin und im dunklen Zimmer, kalt erleuchtet durch den Monitor, sitze, dann merke ich erst wie einsam ich bin. Ich weiß nicht wie lange ich diese Einsamkeit noch ertragen kann, sie nagt an mir, sie frisst mich auf. Dinge die mir wichtig sein sollten werden unwichtig weil ich nicht die geringste Motivation habe zu leben. Ich lasse mich treiben, zum Leid der Leute die mich lieben, es macht mich krank. Und doch schaffe ich es nicht mich jemals aufzurichten und etwas durchzuziehen. Ich hoffe nur noch auf eine Gelegenheit Weg zu ziehen, von all dem was ich kenne, wo ich niemanden mehr Tag für Tag enttäusche. Ich bin so gottverdammt einsam, bringt mich um, liebt mich.. mir ist es inzwischen egal.

Gute Nacht

1.9.11 02:58


Erinnerungen

Erinnerungen sind eine komplexe Angelegenheit. Irgendwo im Gehirn sind unsere Erinnerungen gespeichert. Doch Leben sammelt einige Eindrücke, so dass nicht jede Erinnerung gespeichert wird. Vielleicht will das Unterbewusstsein viele Dinge nicht speichern, und so wird der Mensch geprägt, sodass nur ausgewählte Erinnerungen den Weg in die Gegenwart gepflastert haben. Ich weiß es nicht, aber ich glaube irgendwie daran. Ich persönlich erinner mich gut..

Und so ganz von Hinten aus deinem Kopf schießt eine Erinnerung hervor, so als wäre sie nie wirklich weg gewesen,  fliegt sie empor, die erste Erinnerung, der erste bewusste Moment in deinem Leben, Das erste mal nackt mit 2 Jahren auf wackeligen Beinen zu stehen, sehen wie schwer es wäre auf einen Stuhl zu kommen, Deine Mutter in der Küche, du hörst ihren Herzschlag ein Takt der euch ewig vereint. Dein erster Urlaub auf einem Bauernhof, das leckere Essen bei deiner Oma die du nur sellten siehst. Das erste mal nicht in den Windeln sondern auf dem Pott und du fragst dich wieso du das nicht vorher konntest. Im Kindergarten mit deinem Nachbarn das kleine 1 mal 1 geübt. Wie alt bist du jetzt? 6? Wie riesig der Schulhof ist, viele neue Gesichter, wie schnell man die alten Gesichter vergisst! Du erinnerst dich wie verliebt du mal warst, kurz nachdem du in die dritte kamst, du warst so traurig als sie nicht mehr kam, schon sitzt du bei Fabian in der Wohnung spielst mit Lego und bist sorgenfrei. Du kommst auf die weiter führende Schule, viele neue Menschen, du versuchst Anschluss zu finden. Dein Vater sagt dir "Du musst etwas erreichen im Leben!" doch du glaubst er redet mit sich selbst. Viele Ausflüge mit der Familie, Minigolf sogar campen! Kaum das erste Zeugnis der neuen Schule hörst du sie sagen "der wird mal studieren" sie sind stolz, doch das interessiert dich nicht, du hast Augen für die Mitschüler. Du kanntest 2 von 30 und versuchst Anschluss zu finden. Das geht schnell, heute geht es noch schneller. Du erinnerst dich an die gemeinsamen Abendessen mit der Familie, deine Schwester stolz von tollen Noten, deine erste 5 im Biotest, die erste Kippe, das erste mal rauchen auf Lunge, erste mal betrunken auf der Grillparty der Chemielehrerin, die gemeinsamen Stunden mit deinen Freunden vor dem Computer, du kriegst nicht genug von den hübschen Frauen dieser Welt, schaust den Frauen verstohlen auf den Arsch, das erste mal die Wärme einer Frau fühlen, doch sie weist dich zurück, nicht mehr lang bist du weißt wie es ist, denkst du, irgendein Freitag und du trinkst zuviel und verspielst deine Chancen, wie sehr du dich hasst! Du weißt mit dem Alkohol kann es nicht so weiter gehen, du rauchst lieber Gras. Der erste Joint mit Patrick im part, das erste mal Gedankenverloren durch die Gegend zu streifen. Das erste mal auf Pilzen durch die Gegend laufen, vorbei an dem roten Drachen mit deinen Freunden flüchtest du in ihren Keller. Er wird für lange zeit dein zweites Zuhause sein, du kiffst viel, schaust viele Serien und philosphierst über die Welt. Dein Alter Herr rastet aus als er es rauskriegt, doch es gibt nichts was er tun kann. Mit deinen Freunden dann im Proberaum, nie gespielt doch gefeiert, doch ihr erreicht nichts. Oberstufe wieder neue Leute, neue Freundeskreise, neue Möglichkeiten, erster Nebenjob, das erste eigene Geld. Dir soll es niemals schlecht gehen doch die Schule gibt nichts her, das erste mal illegales Geld, wie du mit Kevin die vielen Ipods in der Wohnung bunkerst, fühlst dich wie der Prinz als du ohne auf den Preis zu achten in den Supermarkt kannst. Du belonhst dich nach dem Abitur mir einer Reise an den Strand, du säufst, ziehst Nasen und willst alles vergessen, nur tanzen und Mädels aufreissen, nach der Reise das Geld ist weg, die Wohnung demoliert alles gerippt was man rippen kann. Dann das erste mal Festnahme, der erste Tag in Haft, und das Verfahren wird eingestellt und du fühlst dich unantastbar. Fängst an mit Drogen zu dealen, dann das erste mal auf MDMA, das Glück der Welt du konntest es spüren. Der erste Ritt auf dem Zug, das Gefühl unendlicher Freiheit das du solange gesucht hast. Septembersonne, du kommst vom Zivildienst der Job ist okay, Es gibt meistens nur 2-3 Stunden zu tun, du kiffst und lässt es chillig angehen. Nur noch 10 Minuten bis nach Hause und in deinen Ipod vertieft, die tödlichen Klänge, du gehst über die rote Ampel und Sekunden werden zu Jahren, du hast noch dieses grässliche Quietschen im Ohr, eine Druckwelle schiebt sich durch deinen Körper, schwillt an und reißt deine Glieder hoch. Das Gefühl der Splitter in deinem Hinterkopf, Du empfindest einen brennenden Torso, als ob du innerlich kochst. Um dich rum wird es schwarz, dennoch sind dort Bilder aus deinem Gedächtnis, und es löst sich ein Gedanke ganz tief im Gehirn und steigt erneut empor. Alles Gewesene wird wieder lebendig, denn dein Leben endet nicht, es endet nie, der Zeitpunkt es Todes wird niemals erreicht, denn die Jakobsleiter ist eine Wendeltreppe und sie wächst in die Breite je tiefer du steigst. Millisekunden werden Millionen sein, dein beschränktes Verständnis für die Grenzen der Zeit werden aufgehoben. Du wirst hundertfach was du erlebt, gesehen gefühlt hast, wieder erleben und wieder erleben, von der Kindheit anfangend bis der Bus dich erfasst. Immer wieder das Leben im Leben erleben, den Spiegel im Spiegel sehen, die Binnenerzählung der Binnenerzählung immer wieder erzählen und hören und sehen.

8.9.11 01:37


Selten einen Künstler gefunden, der so simpel verbalisieren konnte, was ich so denke..

 

Draußen scheint die Sonne doch es regnet durch mein Dach
der Regen färbt sich schwarz wenn er auf meinen Boden tropft in jeder dunklen Nacht
Steigt er mir zu Kopf, schwimmen kostet zu viel Kraft,
finde keinen ruhigen Schlaf, denn ich denke zu viel nach.

Mein größtes Problem dass ich habe
die Menschen durschschaut zu haben.
Warum weiß ich alles über sie
doch hab Probleme mit den Hausaufgaben
es wird immer schlimmer
langsam aber sicher werd ich depresiver
es gibt kein zurück ich seh in die Gesichter fremder Menschen,
spüre puren Hass denn,
solange die Nutella nicht nach Kacke schmeckt machst du dir keine Gedanken
und an Tagen nachdem ich Alkohol getrunken habe
merk ich alles was im Leben scheiße ist, es ist nicht zu ertragen
jeden Samstag hab ich drüber nachgedacht mich umzubringen
und bevor's zu spät ist hab ich aufgehört zu trinken
Ich hasse mein verkacktes Leben nur aus einem Grund,
ich bin schlau ihr seid dumm
Nein warum ist es nicht anders rum,
dann würd ich auch so wie ihr überhaupt nix kapieren.
könnte mit euch Party machen und bei Facebook informieren
wann ich zum Frisör gehe oder ähnliches oberflächliches, was keinen intressiert.

Draußen scheint die Sonne doch es regnet durch mein Dach
der Regen färbt sich schwarz wenn er auf meinen Boden tropft in jeder dunklen Nacht
Steigt er mir zu Kopf, schwimmen kostet zu viel Kraft,
finde keinen ruhigen Schlaf, denn ich denke zu viel nach.
Draußen scheint die Sonne doch es regnet durch mein Dach
der Regen färbt sich schwarz wenn er auf meinen Boden tropft in jeder dunklen Nacht
Steigt er mir zu Kopf, schwimmen kostet zu viel Kraft,
finde keinen ruhigen Schlaf, denn ich denke zu viel nach.

Nach dem schlafen auf zu wachen ist etwas ist was das ich täglich bereue
Guten Morgen schlechtes heute,
wenn es Gott giebt dann erst recht den Teufel
Für einen Test auf die Erde geschickt,
doch niemand hat bestanden, die Menschem begreifen sobald es zu spät ist,
niemand hat's verstanden
Ich habe heute mit so gut wie niemandem zu tun,
verbringe meine Zeit nur noch alleine das tut gut.
Ich krieg vieles zum lachen manchmal denk ich dass ich witzig bin
tief in mir drin siehts anders aus wer weiß doch wer ich wirklich bin

Keiner sieht nach außen hin dass ich alleine traurig bin,
hab niemanden mit dem ich reden kann als wär ich taub, blind,
weil's keinen intressiert denn jeder denkt wie du
doch wer denkt wie ich, wer hat meinen IQ

Bestimmt Bestimmt Bestimmt bin ich für was bestimmtes bestimmt
-das kann doch- garnicht anders sein denn anders gibt es bestimmt keinen Sinn.

 

 

http://www.youtube.com/watch?v=Eg9UIaY0yvY

 

Gute Nacht

14.9.11 00:24


Manchmal ist ein bisschen Wahrheit schon zu wenig Lüge,
um ertragbar zu sein.

 

Warum fühlt sich immer alles so sehr nach Ende an, wenn einem alle sagen, dass jetzt das Leben erst anfängt?

30.9.11 12:29


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