Ein Eintrag

Nachdem ich mich lange nicht mehr gemeldet habe, hier ein Eintrag. Warum? Ich bin endlich mal angetrunken und stoned genug, gemixt mit etwas melanchonie, um mir die Zeit zu nehmen einen Eintrag zu verfassen von dem ich jetzt noch nicht weiß, was drin stehen wird, es ist sozusagen Gedanken freestyle.

 

Ich habe mich vor 2 Wochen mit meinem besten Freund auf den Weg gemacht. Wir hatten Interrail Tickets und wollten durch Skandinavien reisen. Genaueres war kaum geplant, bis auf ein Aufenthalt in Hamburg, und ein Natur Gebiet in Schweden zum wandern. Wir fuhren also nach Hamburg um einen guten Freund von mir zu besuchen, der leider aus meiner Stadt wegen Universität wegziehen musste. Er zeigte uns also die Stadt, das Schanzenviertel und die Reeperbahn. Für mich, einem Jungen aus dem Pott waren die Menschen schon sehrviel freundlicher und zuvorkommender als in der Heimat. Nach einem tollen Abend fuhren wir weiter nach Kopenhagen. Ohne Plan wo wir schlafen würden und keinen Cent der Währung in der Tasche standen wir also plötzlich vor dem Hauptbahnhof. Wir hatten eine Stadtkarte von Kopenhagen, kaum hatte ich sie aufgeschlagen kamen uns Menschen entgegen die uns helfen wollten. Ich war so erstaunt, dass ich kein Wort raus bkeam. Ein Fremder wollte uns helfen, obwohl wir ihn nicht gefragt hatten?! Nach dem Schock konnte er uns dann tatsächlich ein preiswertes Motel in der Nähe empfehlen. Szenen wie diese wiederholten sich immer wieder und ich war erstaunt von der Mentalität der Einheimischen. Für mich als gestandenen Misanthrop war es reichlich verwirrend zu sehen, dass die Menschen einfach glücklich sind. Es gibt keinen Stress, die Wirtschaft blüht, die Leute sind glücklich, gebildet. Ich merkte im allgemeinen einen Großen Bildungs,- aber auch einen meiner meinung nach genitisch-veranlagten Intelligenzunterschied. Während man im Pott froh sein kann, wenn ein Taxifahrer deutsch spricht, konnte jeder Taxifahrer, auch im alter von 60+ perfektes englisch. Nach tollen und herzerwärmenden Erlebnissen in Kopenhagen hatten wir das Naturgebiet in Schweden im Ziel. Glaskogen liegt etwa auf der Höhe von Stockholm im Westen Schwedens, nähe Arvika. Als wir mit viel Mühe um 1 uhr Morgens in dem Gebiet ankamen, waren wir müde und körperlich am Ende. Doch die Landschaft hat uns geweckt, es war so unglaublich unbeflekte Natur zu sehen, die Seen, die dichten Tannenwälder und die großen Sumpfgebiete. Wir wanderten 3 Tage und begegneten insgesamt nur 2 Paaren.

Bevor wir überhaupt verarbeiten konnten was wir erlebt hatten, fuhren wir in einem Schnellzug nach Oslo. Ich hatte Oslo immer für eine sehr kulturreiche Stadt gehalten, etwa wie Wien. Doch als wir dort ankamen war es eher das Gegenteil. Um 11 Uhr Abends gingen wir aus dem HBF Eingang raus und wurden promt von 2 Dealern angesprochen ob wir Drogen bräuchten. 10m weiter wurde man von Nutten regelrecht belästigt. Die Polizei fuhr immer um den Block doch tat nie was, auch nicht wenn Leute offen Drogen konsumierten. Als wir weiter in die Innenstadt gingen, merkte man den Schicksalsschlag den Norwegen erlitt. Desto näher wir dem Stadtkern kamen, um so mehr Blumen und Kerzen lagen auf dem Weg. vor einer Kirche war ein riesiges Blumenmeer mit Kerzen und privaten Bildern, Fotos, Zeichnungen und Briefen der Opfer. Um den Platz herum war es sehr ruhig, obwohl Sonntags Nachts um 2 Uhr in Oslo mehr leute unterwegs waren als Tagsüber in unserer Innenstadt.

Wenn man die Hauptstraße in Oslo weitergeht, kommt man an das Schloss. Auf dem Hof vor dem Schloss wurde ein riesiges Herz aus Blumen und Kerzen gebildet, in der Mitte die norwegische Flagge.

Und auch hier haben wir nicht alles wahr genommen, konnten garnicht direkt verarbeiten was wir gesehen hatten.

Nach einem weiteren 4 tägigen Aufenthalt in der tollsten Stadt der Welt, Kopenhagen, sind wir wieder nach Hamburg gefahren, kaum in Deutschland angekommen wurd das Wetter schlechter und die Menschen deutscher, rundum es war scheiße! Ich war so enttäuscht am Bahnhof Menschen wieder deutsch reden zu hören... Skandinavien ist ein besserer Ort mit besseren Menschen. Ich bin weißgott kein Mensch der alles schön redet, ich habe auch die Schattenseiten der Länder gesehen, aber verglichen mit meiner Heimat dem Bergisch Land und dem Pott, ist es ein riesiger Unterschied. Ich hätte nicht gedacht, dass ich Deutschland sowie seine Bürger noch mehr hassen könnte, aber es ist passiert.

Die Reise verarbeite ich gerade mit gemischten Gefühlen. Es hat mir Hoffnung in die Menschheit gegeben, ich habe Leute von Herzen trauern sehen,  Menschen die anderen geholfen haben, ohne das man sie gefragt hätte.. Rundum herrscht dort eine andere Mentalität, es ist schwer zu beschreiben, aber es ist fast wie eine andere Ansicht der Welt. Und ich will diese Ansicht, ich möchte es lilablau und nicht dunkelgrau. Ich hätte nicht gedacht, dass das (offensichtich) geologische Umfeld einen so stark prägen kann. Es hat mir Hoffnung gegeben, aber ich denke auch Hoffnung ist ein zu stark positiv konnotiert. Was bringt mir diese Erfahrung nun? Hoffnung und dadurch weitere Entäuschungen von Menschen? Ich bin innerlich zerissen, es ist als würde schwarz gegen weiß duellieren und entscheiden was ich nun für eine Erfahrung aus der Reise mitnehme. Hoffnung... Damit kann ich doch garnichts anfangen! Sobald mir jemand hoffnungsvoll und positiv entgegen kommt, halte ich es prinzpiell für ein Scherz, fühle mich sogar beleidigt.

So wie der Text keinen richtigen Anfang hatte, so hat er kein richtiges Ende. Ich hoffe für den, bzw die einzige Leserin war es nicht zu abstrakt zu lesen.

Gute Nacht. (Nach 2 Wochen ohne mein eigenes Bett wird es das.)

9.8.11 03:28


Warum ich wenig schreibe

Meine letzten Einträge kamen in der Regel in sehr langen Abständen. Das ist auch simpel zu erklären: Mein Blog dient, bzw sollte mir immer als Selbsttherapie helfen, den Geist frei machen etc.. Nun habe ich vor etwa einem Jahr angefangen regelmäßiger zu kiffen. Ich glaube es hängt damit zusammen. Ich bin in letzter zeit einfach besser drauf. Das Kiffen hilft mir den Kopf frei zu machen, nicht zu denken, und einfach nur zum entspannen, vor dem schlafen gehen eine Indica-hohe Sorte zu rauchen ist das beste was man machen kann. Ich schlafe besser, träume schön, und wache entspannter auf, und nicht wie früher mit dem Gedanken "verdammt warum bin ich wieder wach?". Natürlich habe ich noch meine täglichen Probleme, aber viel vom Hass und eine Menge depressiver Gedanken sind verschwunden. Kurz und Knapp, Marijuhana hilft und ich kann nicht verstehen warum es nicht legalisiert wird. Dabei trifft es sich für mich natürlich ziemlich gut, dass ich ein kriminelles Genie bin. Auch in diesem Jahr habe ich mit dieser Droge schon viel Geld für einen jungen Erwachsenen in meinem Alter gemacht. Ich habe da keine Probleme mit der Moral, und auch bei härteren Drogen kann ich eine Strafverfolgung nicht verstehen. Bei Dealerei, ja - aber bei dem Konsum? Muss doch jeder selbst wissen was er mit seinem Körper macht. Ich nehme schon lange Drogen, aber diese haben mich nie in meinem Alltag beeinträchtigt. Eigentlich eigentlich sind nich Drogen das Problem, nur Menschen die denken, dass es ohne sie nicht geht.

Das ganze wirtschaftlich betrachtet wäre natürlich ein riesen Fortschritt. Mit der Legalisierung und den gleichen Gesetzen wie beim Alkohol, würde der Staat eine Menge daran verdienen. Versteuertes Marijuhana, aus eigenem kontrollierten Anbau. Damit würde man schlecht gestrecktes Gras und eine Menge Dealer von der Straße nehmen; somit auch die Kriminalitätsrate. Gleichzeitig würde der Staat durch die Steuern reich werden, sogar der Tourismus würde angekurbelt werden. Aber Deutschland arbeitet darauf hin. seit 30 Jahren wurden die Grasgesetze in NRW immer weiter gelockert. Grüne wählen !

Soviel von mir, und nun genieße ich einen Blunt von dem feinsten Gras aus Kopenhagen.


13.8.11 14:59


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