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Ich verspüre den Drang zu schreiben, ich weiß nicht was, ich weiß nur, dass es mir nicht gut geht und ich das Gefühl habe, es würde sich durch einen Eintrag bessern. Mir ist nicht entgangen, dass dieser Blog eher Fluch als Segen ist, denn ich rede mir vielleicht Frust von der Seele, aber wenn ich es erneut tun will, erinner ich mich an den Frust der letzten Wochen und Monate. Mein Blog erinnert mich oft daran, wie es mir eigentlich geht, wenn ich mal davor bin ich in mir zu verlieren. Neulich habe ich auf Pilzen getrippt und hatte eine Identitätskriese. Ich war kurz vor einem Horrortrip. Wer bin ich? Was sind meine Probleme und Ängste? Ich wusste nur noch, dass ich im hier und jetzt auf Drogen bin und merkte wie ich mich in der ästhetik der der Schönheit der Wolken die ich seit 4 Stunden anstarrte verlor. Ich musste also meinen Blog besuchen, um mich daran zu erinnern wer ich eigentlich bin. Aber ist es denn so einfach? Kann ich es einfach vergessen und ohne Probleme und Frust leben? Insgeheim hing ich immer an der absurden Fantasie, ein wunderschönes Mädchen würde meinen Blog lesen und mich aus meiner Einsamkeit befreien. Schon für den Gedanken könnte ich mich schlagen, so etwas dummes und naives zu wünschen. Letztendlich habe ich die letzten ruhigen Wochen nur bemerkt, dass ich immer mehr in meine Fantasie abdrifte um nicht mit der Wirklichkeit leben zu müssen. Heute Nacht z.b. habe ich 13 stunden geschlafen, habe mich gezwungen immer wieder einzuschlafen, um zu träumen. Ich träumte einen total wirren Traum, aber an einer Stelle küsste mich eine junge Frau, im Traum war es ein trauriger Abschiedskuss, doch ich spürte wie ich am ganzen Körper zitterte und das ich nicht in der Lage bin oder sein werde, die Schönheit dieses Momentes in Worte zu fassen. Letztendlich ist es nicht der sexuelle Aspekt an diesen Momenten, es ist glaube ich mehr die Geborgenheit nach der sich jeder Mensch sehnt, doch wenn ich mich Dank Alkohol, Gras, Pilzen, langem Schlaf und sonstigen Dingen nicht in eine Fantasiewelt sperren kann, fühlt sich mein Gefühlsleben mehr so an als würd ich permanent alleine auf einem Gletscher stehen und vor mich hin frösteln. Als wäre die Situation für mein Spatzenhirn und meine unglaublich nicht vorhandene Motivation nicht schon unüberwindbar, stehen natürlich noch Probleme im echten Leben an, Jobsuche, Universität und solche Späße. Ich habe bemerkt, dass ich Stress offensichtlich anders empfinde als andere Menschen. Man könnte mein Schicksal nie mit jemandem vergleichen, da mein Leben von aussen wahrscheinlich sehr locker wirken wird, für mich aber schon die reinste Stresshölle ist. Bei kleinsten Rückschlägen wie Jobabsagen, befinde ich mich schon an einem Punkt an dem ich mich umbringen möchte. In einem Abschiedsbrief würd ich das wahrsch mit Selektion begründen, denn wer so schlecht im Umgang mit allem worauf es im Leben ankommt ist, der sollte nicht in dieser Welt weiterleben. Einzig positiv ist daran, dass ich mich dafür nichtmal umbringen muss, denn fortpflanzen werde ich mich bis zum Ende meiner Tage ohnehin nicht.

So, nun habe ich was geschrieben, und während ich in der Hektik meiner Gedanken wahrscheinlich unendlich Fehler gemacht habe, möchte ich keine Sekunde mehr daran verschwenden was ich gerade losgeworden bin, denn ich glaube nicht, dass es dadurch besser wird. 

10.6.11 15:41


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