Gefangen in mir selbst

Ich habe viel nachgedacht.. Ich kann garnicht anders, ich denke immer nach. Das Nachdenken versetzt mich dann auch meistens in eine melanchonische Stimmung. Es braucht prinzipiell immer nur einen minimalen negativen Stoß, sodass ich wieder tief in Depressionen falle und die Welt schwarz sehe. Und trotz meiner Misanthropie kann ich rückblickend von mir behaupten ein guter Mensch zu sein. Ich habe Leute nie ausgenutzt, habe gute Freunde stets vor meine eigenen Interessen gestellt, was mich jedoch immer in die Zwiespalt brachte, das Gefühl zu haben von meinen Freunden ausgenutzt zu werden, was mich wiederrum dazu brachte mich zurück zu ziehen. Ich glaube ich bin zu gut für diese Welt. Dennoch habe ich Hass auf alles, möchte alles kaputt machen, und kann mir überhaupt keine Zukunft vorstellen.. Ich trage mittlerweile eine Art Testament in meinem Portemonait, denn ich habe Angst vor mir selbst. Angst davor, dass ich zu impulsiv reagiere und mit mir schluss mache. Warum ich jeden Tag mit schlechter Stimmung aufstehe? Garnicht mal, weil ich jeden Tag die selbe langweilige Routine habe, auch nicht weil ich alle die in irgendeiner Art und Weise an mich geglaubt und mich unterstützt haben enttäusche,  nicht weil ich Abends wieder nach Drogenkonsum einsam schlafen gehe, nein, ich hasse jeden Tag weil ich mich hasse. Der schönste Moment meines Tage ist der in dem ich aufwache und für wenige Sekunden noch im Traum lebe, hoffe, dass er Realität ist und nicht weiß wer ich bin. Ich bin wenn man zusammenfasst gefangen in mir selbst, ich boykottiere mich in allem was ich tue. Ich habe nie etwas erreicht, oder zuende gebracht. Ich bin soweit, als dass ich mir nicht mal mehr selbst die Schuld gebe. Schuld hat der schlechte Schauspieler der meine Rolle miserabel wiedergibt.  Ich habe keinen Ausweg, rettet mich vor mir selbst.
3.3.11 17:16


Mein Abend

Ich will einfach mal meinen Freitag Abend schildern, um mal einen Blick in meinen Leben werfen zu können.

Ich habe seit 2 Wochen den Freitag freigehalten, weil ich mit einem Kollegen den ich ewig nicht gesehen hab weggehen wollte.. Von beiden Seiten war der Termin klar, doch um 19 uhr bekomme ich von ihm eine SMS, dass er nicht kann, nichtmal eine Ausrede dabei. Mir fällt ein dass ich noch eine Flasche Vodka habe, ich frag meinen fast-Nachbarn und guten Freund ob er lust hat.. Kurzer Hand Eistee und Chips gekauft und zu ihm gegangen.. Wir schauen uns etwa 2 Stunden Serien an und machen die Flasche Vodka leer. Als nichts mehr da ist verabschiede ich mich, und gehe raus.. Es ist jetzt ungefähr 12 Uhr und ich hab noch keine Lust nach hause zu gehen. Ich rufe ein Kollegen an der ein Brettspielabend mit anderen Freunden geplant hatte. Er sagt ich kann noch vorbei kommen, ich erschnorr mir von ihm ein Bier und Kippen, trinke ein paar Minuten und schraube dann ausversehen noch einen schwarzen Stift (die zum taggen für graffiti) auf, und der ganze pechschwarze Lack geht auf Tisch, Boden und vorallem meine Hand.. Ich fühl mich extrem schuldig, gebe ihm tips wie man das wegbekommt und biete ihm an für die Kosten der Wäsche aufzukommen.. Dennoch mach ich mich lieber schnell aus dem Staub. Ich nehme noch ein Bier von ihm mit und gehe nach Burgerking, wo ich auf der Toilette 30 minuten versuche, meine Hand zu reinigen.. hat nicht funktioniert sie ist jetzt noch schwarz. Zu Fuß gehe ich dann weiter richtung Innenstadt, etwa 20 minuten.. Ich bin in dem Modus wo mir alles egal ist, laber alle und jeden an die mir entgegen kommen, nach ner Kippe, nach der Uhrzeit, wo wir grade sind - alles einfach. In der Stadt ist es nun etwa kurz vor 2 und ich treffe eine Frau ausm einem Jahrgang der Schule, laber ein wenig mit ihr, dann noch mit so einem Typen der auffen Bus wartet. Ich habe Lust zu lügen, erzähle ihm wie scheiße es hier ist und dass um 2 Uhr ja garnichts mehr los ist.. ich tu so als ob ich nichts kenne und frag ihn wo in der Nähe Kneipen sind die offen haben. Ich erzähle ihm dass ich aus Berlin komme und wegen dem Studium in einer Nachbarstadt hier hin gezogen bin. Der Bus kommt, der Typ ist weg, ich gehe weiter in eine Dönerbude.. Da treffe ich den Typen der mich am Anfang des Abends versetzt habe. Irgendwie war es mir klar, doch ich bin trotzdem ziemlich wütend. Normal würde ich das nie tun, aber weil besoffen spreche ich ihn genau darauf an. Er labert irgendwas von seiner Freundin, die hinter ihm sitzt und angestrengt mitlauscht. Ich habe keine Lust mehr auf das dumme Gelaber und gehe weg, auf der Straße treffe ich eine merkwürdige gruppe von 3 Frauen etwa im alter von 30, und einem typ der aussieht wie ein 50 jähriger paki-taxi-fahrer. Ich gehe mit ihnen mit in eine Kneipe, erfinde irgendeine Geschichte, damit der Pakityp mir nen Bier spendiert.. Das funktioniert auch - ich bin ien grandioser Lügner - Und er gibt mir ein Bier aus.. er spricht schlechtes deutsch, was sein gelaber unerträglicher macht.. Am ende sagt er mir, ihc soll ihm bescheid sagen wenn ich streß habe. Er hat ein Butterfly dabei und zeigt ihn mir unter seiner Jacke.. Ich denke mir nur was für ein Opfer das ist und dass ich ihn so oder so niederprügeln würde wenn es drauf ankommt.. Ich dreh mich eiskalt um und rede mit nem typ der neben mir sitzt.. Er ist 25 und Kurde.. Auch er lässt ein Bier springen, nachdem ich meine Geschichte erzählt habe. Ich komme jetzt aus Hamburg, nicht Berlin, das gefällt mir besser weil ich die berliner schnauze noch nicht ganz beherrsche und mit ein paar "digga" meine Identität stützen kann. Ich bring ihn zum reden in dem ich ihn auf den Türkei - Kurdistan Konflikt und die PKK und ihre Drogengelder anspreche.. er fängt an und erzählt mir irgendeine scheiße, doch ich hör nicht zu.. eine Frau die nicht über 30 ist hat mein Interesse geweckt und ich beobachte sie. Leider ist sie, die einzig hübsche der kneipe, die Barfrau und daher tabu. Meine Lüge erreicht den Höhepunkt, als ein Typ der wohl auch aus Hamburg kommt, und das nicht gelogen, die Kneipe betritt.. Ich erzähl ihm wieder meine Geschichte, muss mich nun mehr anstrengen um nicht aufzufliegen.. auch er spendiert mir über den ABend insgesamt 3 bier, und merkt nicht, dass ich durchgehend scheiße rede. Ich habe glück, ich kenn flüchtig die hamburger Gegend ohne jemals da gewesen zu sein.. Ich komme also aus Billstedt und bin ohne Vater aufgewachsen. Es macht spaß die leute anzulügen, doch als ich dann an den Paki mit dem Messer dachte hoffe ich doch, dass es nicht auffliegt.. Um etwa 5 uhr Morgnes verlasse ich die kneipe mit ein paar coolen Worten die man in Hamburg sicher benutzt.. Während ich zur Haltestelle gehe frage ich mich, ob die Hamburger Hamburg auch Hamburchh ausprechen, wie ich es getan habe.. Der Bus kommt erstaunlich gelegen für michu nd ich kann nach Hause fahren.. Ich hab Lust weiterzulügen und frage Leute im Bus wie ich zu Haribo komme, weil ich gegenüber grade erst eingezogen bin. Haribo befindet sich etwa 2km von meinem tatsächlichen Wohnort.. Nur um die Rolle zu leben steige ich tatsächlich 2 Haltestellen später bei Haribo aus und bedank mich bei den Leuten im Bus die mich so nett gelotst haben.. Um 6 uhr komme ich letztendlich nach hause und lege mich schlafen, nachdem ich nochmal etwa 10 minuten im bad damit vebracht hab das schwarz von mieiner Hand zu kriegen.. Vor einer Stunde bin ich aufgewacht und bini mmer noch betrunken. Meine Mutter fragt mich ob ich ein Alkoholproblem habe, was ich zutiefst verstörend finde - nicht weil ich wirklich eins habe, sondern weil meine eltern prinzipiell etwas suchen dem sie die schuld für mein jämmerliches Dasein geben können.. Internet, "Killerspiele", Alkohol.. Ein paar scheiß Tage liegen vor mir.

Prost

12.3.11 14:33


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