Allein sein

In den letzten Wochen wollte ich immer mal wieder etwas bloggen, doch mir fehlten einfach die Worte.. Vielleicht ist die Welt so hektisch, dass ich keinen Gedanken zuende bringen kann, ordnen kann, oder einen tieferen Sinn finden kann. Oft lag ich im Bett und suchte förmlich nach einer Selbsterkenntnis, die mich wahrscheinlich sogar noch traurig machen würde. Die Erkenntnis heute ist, ich bin allein. Klar, das war ich schon immer - aber nur weil ich niemanden an mich ran lasse, natürlich gab es dann keine Geborgenheit bei einer Freundin, leidenschaftliches Küssen oder ähnliches. Aber dennoch hatte ich treue Freunde in der Hinterhand, mit denen hätte ich über Problemen reden können hätte ich es gewollt. Ich war schon immer der Junge, der die Leute nicht an sich ran gelassen hat, obwohl ich eigentlich nicht soviel schlechte Erfahrung gesammelt hatte. Nein, ich war das Kind das sich im Kindergarten im Sandkasten begraben hat. Für mich galt also immer Qualität über Quantität, und nun, nach der Schule merke ich erst wie wenig Freunde ich eigentlich hab, im Grunde genommen nur 2-3, 2 Freunde die mich seit dem Kindergarten auf dem Weg begleitet haben. Einer von ihnen der einen großen Schicksalsschlag erleiden musste, doch diesen Menschen bin ich immer treu geblieben. Und erneut bin ich der, der zurück bleibt. Denn beide Freunde ziehen in andere Ecken Deutschlands zum Studium, nur ich bleibe zurück.. Immer noch der alte, alt aber nicht älter geworden, ohne Plan was ich nach dem Zivildienst machen könnte. Nun habe ich keine Instanzen mehr. die einzigen Menschen die mir  was bedeuten, denen ich mich ggf. geöffnet hätte, sind weg. Eine ganz neue Art von Einsamkeit überkommt mich. Umsomehr steigt die Sehnsucht nach Nähe, Geborgenheit. Und auch hier würd ich gern einen meiner Lieblingssätze zitieren:

Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt und nicht die Erfüllung; und der Sinn des Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trügerisch, jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen, und das Ziel ist keines mehr, sobald es erreicht wurde.

Ich würde nur zu gerne daran glauben..

15.9.10 01:05


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Dinge die wir Menschen uns gegenseitig auferlegen, der Leistungsdruck, der gehört nicht zu der ursprünglichen Natur des Menschen. Und da wundert man sich noch, dass diese Gesellschaft und ihre Kultur zu Grunde geht, bei dem auferlegten Druck jedes einzelen an dem die Menschen scheitern, sodass es ihnen praktisch unmöglich gemacht wird, zu leben, und sich selbst zu entfalten, auf welcher Ebene auch immer. Und dann will man sich seine Begierden nicht eingestehen, leugnet es, und macht sich so selbst unglücklich ohne es zu wissen. Ihr könnt es abstreiten, eure Sehnsüchte verdrängen aber eines Tages.. Verdammt! Eines Tages, Maren, ficke ich dich.
24.9.10 19:21


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Weil die einzige Konstante der Wechsel ist. Man gibt den Menschen etwas undefinierbares, einen in ihren Augen unnatürlichen, unharmonischen Wandel auf allen Ebenen. Es geht letztendlich nur darum zu zeigen, dass der Mensch nichts ist, keine klar definierte Form - ohne Schutzhülle, Bestimmung, Segen. Aus allen Mustern fallen, absolutes Chaos und Anomie verkörpern, und sobald sie glauben sie hätten einen verstanden, gibt man ihnen einen Grund davon auszugehen, dass es nichts zu verstehen gibt, wandelnde Materie, die nicht zu verstehen ist, weil das Verständnis als solches Nicht-Verständnis vorraussetzt und somit nicht über allen Dingen steht und als Orientierung genutzt werden kann.

28.9.10 22:12


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