Schweigen brechen

Leider weiß ich nicht was ich sagen soll, aber ich ertrage aus unbekannten Gründen nicht, diesen Blog inaktiv zu sehen. Ich fühle mich in einer Unendlichkeit. Nichts passiert, Gefühle fließen träge und prägen so einen gebrannten Weg wie Magma.. Ich fühle mich Zeitlos, doch die Zeit rast schneller denn Je. Tja, das war's auch schon aus meinen Gedanken.. Ich dachte ich teiler hier einfach mal den Text eines Ohrwurms den ich seit einigen Tagen habe.. Diesen lasse ich jedoch unkommentiert so stehen.


Stell dir vor nur noch eine Minute
im Bauch deiner Mutter vor deiner Geburt
und aus der dunklen wärmenden Änge
wird kaltes Licht, Lärm und Gedränge
Und du kannst keine der Stimmen verstehen
die den Raum um dich füllen und du kannst nichts sehen
und du fühlst ganz nah schlägt ein Herz, so wie deins
ein Takt wie ein Pakt, der euch ewig vereint
Ruhe kehrt ein, vertreibt die Angst
vertreibt den Schmerz und die Zeit geht ins Land
irgendwann, deine ersten Worte
der erste Geburtstag, das erste Stück Torte
die ersten Schritte, das erste Paar Schuhe
der erste Tag an der Schule
ein paar Jahre später, dann das erste Zeugnis
das erste mal Stress mit den Lehrern
Der erste Pickel und es wird immer schwerer
äußerer Druck, innere Leere
niemand, der deine Ansichten teilt
nur deine Eltern, die dich belehren
seit einiger Zeit schon geschieden
ihr seid ein Fleisch doch ihr seid so verschieden
Gottes Wege sind unergründlich
er sieht unser Treiben, greift ein nach Belieben
und, wie aus heiterem Himmel, schwebst du auf einmal auf Wolke 7
du hast wirklich lange gewartet, nicht mehr wartet(?), dich zu verlieben
Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden
mit ihr zusammen braucht es nur ein paar Stunden
und du bedeutest das gleiche für sie
ying und yang, ihr braucht nicht mehr zu fliehen
Euer erstes Kind kommt zu schnell
auf einmal braucht ihr außer Liebe auch Geld
und wenn du aus dem Haus gehst, welches zu holen
schleicht sich der Alltag in eure Wohnung
Das zweite Kind, ein letzter Versuch
euer Glück zu retten, doch es geht nicht gut
du guckst zurück, wie alles begonnen hat
schreist die Welt an, dass sie gewonnen hat
seltsam zu sehen, du bist wie deine Eltern geworden
selten hörst du deine Worte der Jugend
die sagen bevor du das zulässt, würdest du dich selber ermorden
aber jetzt ganz klar und so siehst du auch
und du gehst zum Auto und schließt es auf
setzt dich vollkommen betrunken ans Steuer
die Straßen erwarten dich, flieg hinaus

Stell dir vor nur noch eine Minute
ein Schuss und es noch einmal versuchen
noch dreißig mal atmen, die Lunge voll Luft
und danach, heißt es dann schlafen
Bilder von Freunden und Eltern
vieles passiert und oft war es seltsam
Gesichter, ein Lachen,
Augen geschworen dich nie zu verlassen
die ewige Sorge, den Moment zu verpassen
am Ende gelassen
die Welt mit den Händen umfassen
gefrorenes Eis, verlorene Zeit
die erste Erfahrung von Schmerz
die erste Liebe verloren im Herz
der erste Kuss, das erste Konzert
das erste mal von zu Hause entfernt
der Geruch von deinem Kinderzimmer
Eiskristalle im Winter die schimmern
ein Flimmer von Liedern, alle auf einmal
deine Schwester bei ihrer Heirat
der Geschmack von frischem Brot
der Hund, den du hattest, als du jung warst, inzwischen tot
eine Ampel, das Licht ist rot
der Laster von links, ein hastiger Griff
dann ein Knall, dann gleißendes Licht
die Scheibe wie Eiskristalle gezogen
aus einem Sitz von einer Kralle
Flut durch die Nachtluft, es riecht nach Nelken,
so süß, dass sie verwelken
schon löst sich die Seele
befreit von der ewigen Schwere
dem Licht entgegen
ist alles verstanden, braucht man nicht zu reden
und kein Blick zurück
hinauf ins Licht ins Glück
folg meiner Stimme, du kannst ihr vertrauen
er schließt mit der Hand deine Augen
von der Leiche unter Sirenen
schwebt eine Seele in ein besseres Leben
dem Licht entgegen
in ein besseres Leben, dem Licht entgegen
in ein besseres Leben, dem Licht entgegen 

8.6.09 23:46


108405996485

Ich kann ebenso nicht sagen, dass es besser wird.. Doch was tut sich letztendlich in meinem Leben? Ich werde wohl doch in die 13. versetzt, wieder mal knapper denn je. Ich weiß nicht ob es Arroganz ist, jedoch wusste ich instinktiv immer, dass ich versetzt werde.. Auch wenn ich sagte ich würde die 12. nicht schaffen, mir war immer klar das ich es tue und im Hinterkopf war es unvorstellbar letztendlich wirklich so auf die Schnauze zu fallen. Ich hatte natürlich viel Zeit.. Viel Zeit zum denken, schlafen, träumen. Ich kam nicht umher mich mit der Frage zu beschäftigen ob ich wirklich Misanthrop bin.. Wie würde ich denn auf diesen Punkt kommen? Der Hass auf eine oder mehrere Person, unabhängig davon ob es mein bester Freund oder ein fremder Mensch ist überkommt mich wie eine Welle gegen die ich nichts tun kann. Ruckartig verspüre ich den Drang mich aus dem Geschehen zu entfernen. Ich sehe die Menschen und bin nicht in der Lage diese als Individuen zu behandeln. Für mich sind alle gleich wenig Wert. Ich bin nicht in der Lage rücksicht zu nehmen, vermag es nicht zu denken ob in ihren hässlichen Köpfen doch die ein oder anderen tiefgründigen Gedanken schlummern. Nein. Für mich sind sie alle hohl. Tiere die sich alles einverleiben, die konsumieren, einen künstlichen Luxus erschaffen haben und sich selbst zerstören. Ich würde mich nicht als soziophob betrachten, dennoch hasse ich es neue Menschen kennen zu lernen.. Heute hat mich ein (sogar hübsches) Mädchen eines unteren Jahrgangs gefragt wie viel Uhr wir haben. Ich hatte keine Lust ihr zu helfen oder stehen zu bleiben also habe ich sie einfach beleidigt. Es schert mich nicht den Dreck ob es das Mädchen wirklich verletzt hat. Das ist leider kein Einzelfall.. Einsame Abende verbringe ich damit mir etwas auszudenken was für Individuen einen größtmöglichen Schmerz hervorrufen kann.. so surfe ich durch Blogs wie meinen und hinterlasse ohne Kontaktmöglichkeit brennende Kommentare. Es ist wie ein innerer Frieden der mich in den Momenten überkommt. Ich kann nicht das schöne am Menschen sehen, daher strebe ich das perfekte an. Ein weiterer Grund warum ich mich immer hassen werde; 1. für den Fakt, 2. dafür, dass ich nicht perfekt bin. Ich würde nie waagen mich auf den Thron zu setzen, und zu sagen ich wäre der letzte intelligente Mensch in dieser Gottverlassenen Welt; dennoch ich wünsche mir ein Leben mit einem niedrigen IQ. Ein weiterer Grund warum es mir schwer fällt Kontakte zu knüpfen.. Ich erinnere mich an eine Party vom letzten Wochenende. Dort fragte mich eine junge Frau wie ich denn nur so schnell trinken könnte? Als ich das hörte musste ich irgendwie lachen. Das muss verdammt blöd ausgesehen haben.. Jedenfalls habe ich darauf geantwortet, dass ich nicht weiss, warum sie trinkt, ich jedoch würde das tun um schnellstmöglich zu sterben. Das war hart ausgedrückt und das sah man dann auch an ihrem Gesichtsausdruck. Ich habe es schon oft gesagt.. Die Ängste werden immer größer es wird immer schlimmer und irgendwann werde ich sehr, sehr einsam sein. Oder Tod, Tod und einsam.

Rettet mich vor meinem Kopf,
Ich geh' schon jetzt kaputt
Weil ich so lebe wie ich leben muß!
Rettet mich vor meiner Wut,
Ich breche noch entzwei
Weil ich nach Utopia streben muß!

Ich hasse alle Menschen,
Und ich hasse sie für immer,
Weil sie für mich wie Spiegel sind,
Der nur häßliche Wahrheit zeigt,
Und in ihm seh' ich mich: ein Kind,
Das lauter als die andern schreit
Und sich, weil es die Welt verpasst,
Viel mehr noch als die andern hasst.

16.6.09 00:54


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Hallo zilie. Nach deinem langen Beitrag in dem sicher einige Minuten des Formulierens stecken möchte ich auch darauf antworten:

Ich lese aus Deinen Zeilen ein Bedürfnis nach Nähe heraus, ein intensives Bedürfnis und den Wunsch nach Annahme und Liebe. Dass das offensichtlich nicht in benötigtem Maße vorliegt, scheint Dich unglücklich, wütend und verbittert zu machen.

Das trifft mehr oder minder zu, ist jedoch keine neue Erkenntnis. Wie du weiter beschrieben hattest, sagtest du ich würde mich selbst als "anders" klassifizieren. Ich sehe das nicht so. Ich sehe mich einfach nur als Individuum an - das tue ich bei vielen wie schon beschrieben nicht. Ich verstelle mich - Ja. Dadurch wirke ich nicht anders, doch gibt es diese Momente an denen ich meine Empfindungen nicht für mich behalten kann, beschriebenes Szenario. Natürlich - Provokation spielt dabei eine große Rolle. Nicht zuletzt vielleicht sogar weil ich dadurch interessanter wirken will. Aber der wahre Grund für das Verstellen ist garnicht so kompliziert. Du sagtest dementsprechend das es ja vielleicht mal ein Mädchen geben könnte was mich ernsthaft kennen lernen wollen würde. Dieses Mächen würde dann das "Theaterspiel" entlarven. Doch genau das ist es, wovor ich Angst habe. das ich mit mir nicht zufrieden bin ist inzwischen wohl klar.. Das liegt aber nicht nur an den zu hohen Erwartungen wie du bereits sagtest. Es ist für mich eine unvorstellbare Angst das mich jemand unter diesem wahren Ich kennen lernen würde.. Ich möchte nicht das man an mir vorbei schaut, mein Theaterspiel entlarvt. Denn was hinter den gespielten Rolle wäre, wäre nichts als ein überalle maße erbärmliches Etwas. Dementsprechend und mehr oder minder aus Angst der eigenen Wahrheit lebe ich ganz nach der Devise lieber den Schmerz zu vermeiden als Glücj zu gewinnen.. Dort entsteht 1. Rolle eines ablehnenden unfreundlichen Menschen.

Nein, .. ich glaube nicht, dass Du Misanthrop bist... und ich glaube auch nicht, dass Du ein schlechter Mensch bist. Und es freut mich, dass Du die Versetzung geschafft hast, ... es wird schon gerechtfertigt sein. Nicht auszudenken, was Du rausholen könntest, wenn Du Deine Kräfte in konstruktive Bahnen leiten würdest.

Ich habe mich in dem Text bezüglich der Misanthropie unklar ausgedrückt und mit Gefühlserlebnissen verbunden; was ich garnicht beabsichtigt hatte. Ich denke schon das ich sehr misanthropisch veranlagt bin. Natürlich - Unzufriedenheit, Einsamkeit wirken darauf ein, doch der Grundstein war schon vor meinen Persönlichkeitsstörungen gelegt.. (Oder würde man Misanthropie als solche zählen..?) Ich war schon immer wenig empathisch veranlagt und die Ungerechtigkeit dieser Welt machte mir schon immer zu schaffen.. Zuerst kam der Hass auf Regierungen.. Dann kamen Kapitalisten, da die Wirtschaft das Staatsystem primär ordnet.. Ungerechtigkeit natürlich bezogen auf Ressourcenungleichheit.. Hass auf diese Art von Menschen kann man natürlich nicht als Misanthropie bezeichen, jedoch entwickelte sich nach und nach der Hass auf jeden Bürger, der sich nicht weigert.. Der nicht Über den Rand dieser Gesellschaft blickt und ein so ein Leben ohne jene die sich mit Gesetzen über einen stellen in Betracht zieht.. Es wuchs also Zorn auf jeden Menschen, jeden der so kurzsichtig ist und sich in das System einordnen ließ.. Darauf hin folgte, nicht zu letzt aufgrund von eigenen Erfahrungen, der Hass auf  die natürlichen Triebe und das egoistische Handeln der Menschen. Dazu kommen dann halt die persönlichen Dinge, wie die Tatsache das mir das mit der Misanthropie relativ gut kommt, da ich Angst habe Kontakte zu knüpfen.

Ein guter Mensch? Ich würde das gerne behaupten. Vielleicht war ich das mal. Vielleicht bin ich es im Herzen immernoch. Doch Dinge die ich tat sprechen dagegen. Ich denke ich habe mich auch nur als Gegenreaktion so entwickelt.. Kennt man doch.. z.b. Mehr Druck = Mehr Kontra, Gewalt = Gegengewalt. Die Versetzung? Naja.. Was soll ich sagen.. Ist schön.. Trotzdem wird es ein 3,X Abitur womit ich ohnehin nichts anfangen kann, woran ich täglich erinnert werde. Es ist mehr oder minder ein Zeitvertreib und Angst mich vor meinen Eltern und Freunden zu rechtfertigen das ich nur noch rumhänge und mich nicht weiter unterrichten lasse.

Und genau diesen Schock Deines Gegenübers möchtest Du sehen... wie einen Spiegel, in den Du schaust, ... bestätigend: ja, ich bin abartig, ich verstöre die Menschen.. keiner nimmt mich an. Und dann brauchst Du sie ja auch nicht annehmen... , passt doch.

Ja und Nein. Genau diese Reaktion möchte ich sehen, stimmt. Aber nicht als einen Spiegel, Nein. Ich habe aus unempfindlichen Gründen eine große Vorliebe entwickelt, Leute mit solchen Aussagen zu schockieren.. Vielleicht erinnerst du dich an einen Eintrag der einem Abschiedsbrief sehr ähnlich sah. Ich stellte mir vor wie es wäre, male mir die Situation sehr oft aus und empfinde Freude daran; Doch hätte ich sogar in meinen letzten Sekunden den Mumm mich zu offenbaren? Einer meiner großen Ängste ist, das jemals ein Menschen der mir im Realen Leben nahe steht bzw. mich kennt diesen Blog mit mir in Verbindung bringt. Ich würde mich glaube ich sofort umbringen.

Wenn man nun dieses ganze Gefühlschaos betrachtet, auch bezogen auf die Tatsache das ich mir meinen Gefühlen, Fehlern, Störungen, Ansichten bewusst bin, stellt sich doch die Frage warum sich nichts ändert. Darauf weiß ich eig. nur eine Antwort.. Die Umstände und mein Charakter haben sich so perfekt aneinander angepasst, dass ein Teufelskreis entstanden ist, der mich tief im inneren quält.. Jeder Versuch auszubrechen scheiterte kläglich. Dementsprechend habe ich mich für ein gesundes Mittelmaß eingelassen.. Auch wenn ich dafür Opfer bringen muss - z.b. die Einsamkeit.

18.6.09 00:52


immer und immer wieder

Wie ich meine Zeit vertreibe? Ich habe in den letzten Tagen einige Stunden verbracht, aufrichtig, und mir immer und immer wieder Blogs von fremden Menschen von vorne bis hinten durch gelesen.. In der Motivation jemandem helfen zu können, jemandem ernsthaft den Weg weisen zu können, so wie ich es mir wohl immer erhofft hatte.. Nicht richtendes Verständnis und eine Antwort. Doch für mich gibt es keine Antworten.. Und so langsam bekomm ich das Kotzen.. Diese ganze myblog-scheiße ist ein einziger Trümmerhaufen... Wenn ich das alles lese, diesen ganzen Dreck mit Essstörungen.. Ich wusst garnicht das wir hier eine Klinik für essgestörte teenies sind.. JA! Ihr seid alle fett! Euch wird niemand lieben solang ihr euch nicht zu tode hungert. Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Myblog ist eine einzige Hassliebe.
30.6.09 21:05


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