9.5.08 15:01


Gesellschaft analysieren

In den letzten Tagen fand ich mich sehr oft in sehr melanchonischen Phasen wieder. Ich habe viel nach gedacht, worüber ein pubertierender Jugendlicher nunmal nachdenkt, Frauen, Liebe, Gesellschaft, Wirtschaft und die Selbstanalyse. In letzter Zeit erschreck ich mich oft selbst. Ich hab zum beispiel heute morgen an einer livecam gesehen, wie sich jemand erschossen hat. es war nicht gefaket. Ich habe mich im grunde genommen sehr amüsiert. Warum?

Ich weiß es nicht. Ich bin nicht in der Lage mich selbst distanziert objektiv zu analysieren. Aber damit andere das könnten müsste ich mich selbst aufgeben und öffnen. Das schaff ich nicht mal für mich selbst. Man kann also sagen Ich erkranke an mir selbst und finde in mir selbst nicht den Grund.

Ich bin eigentlich nach vielem Gegrübel dazu gekommen, dass eine Gesellschaft wie diese, in der nach Werten gemessen und nach Normen gehandelt wird ein Individuum solange gequält und ausgeschloßen wird, bis es sich anpasst. Wenn wir mal von den Gründbedürfnissen der menschlichen Rasse ausgehen - Überleben - Fortpflanzen;  Warum gibt es dann Gesetze - Kriege - Straßen - Leute mit mehr Besitz? Sollte ein Mensch nun der Auffassung sein, dass er all das nicht braucht, was passiert dann? Am Ende wird er wohl im von Menschen erbauten Gefängnis landen. Wer wagt es sich so sehr über die Menschen zu setzen und solche Normen festzulegen?

Aus dem Buche Hiob zusammengestückelt - Gott zu Samuel:

" Welches ist der Weg
dahin, wo das Licht wohnt, und welches ist die Stätte der
Finsternis? Kannst die Bande des Siebengestirns
zusammenbinden oder den Gürtel des Orion auflösen? Wer
gibt die Weisheit in das Verborgene? Wer gibt verständige
Gedanken? Wer ist so weise, daß er die Wolken zählen könnte?
Wer mit dem Allmächtigen rechtet, kann der ihm etwas
vorschreiben? Wer Gott zurechtweist, der antworte! Willst Du
mein Urteil zunichte machen und mich schuldig sprechen, daß
Du Recht behältst? Antworte, Samuel!"

 Was ich damit ausdrücken will, ist praktisch also, dass Jene, die solch mächtige und Menschenübergreifende Normen festlegen und kontrollieren, schützen, sich praktisch mit Gott gleichsetzen. (Ich bin zwar nach wie vor Atheist, aber interpretieren darf man es definitiv so.)

 

Nun also die Gesellschaft lässt Individuen also nur soweit zu, als das diese nur von ihrer Einschränkung nichts wissen. Ich kann jetzt also Links sein, Chucks tragen, rebellieren und kaputte Klamotten anhaben, doch werde nun zu den "Individuellen" geortnet. Aber Jemand der sich über all das herabsetzt, nicht zu den individuellen gehört, eben weil er individuell ist, wird nicht zu gelassen.

Ich bin krank, ich weiß nicht was mich krank macht.

 


Liegt die Wahrheit in den Händen oder
In den Gestirnen
In den Genen, in den Systemen oder zwischen zwei Extremen?
Insgeheim wünscht ihr euch
Es wär nie so weit gekommen
Doch ihr seid immer weiter vom Ufer weg geschwommen.

 

10.5.08 21:08


.

Ich sitz im Dunkeln meines Zimmers, fühl mich so als wär ich eingeschneit. Bin unglücklich wie immer, weil für meine Sorgen keiner schreit.
Ich würde gerne kämpfen, doch die ganze Welt ist Schein und Neid bin immer noch voll Hass obwohl ich Stundenlang schon Reime schreib.
Geht ihr auf Partys, ich brauche weder Wein noch Weib, sucht alle was zu ficken, jeder Spaßt macht nur die Beine breit.
Ich kann mich nicht betäuben, ich find für so was keine Zeit. Die Schmerzen in mir drinne, sind viel mehr als nur ein kleines Leid.
komm ich bin bereit, du spürst genauso Wut und Zorn. Ich bin es Leid zu kämpfen, hab genug von meim Glück verloren.
Ich guck nach vorn, weil die Ferne meine Seele ruft. Komm lass uns weg von hier, weil ich selber mir die Hölle schuf.
Das Kreuz auf meiner Brust, alles wird jetzt besser sein. Ich mache endlich Schluss, stoße zärtlich mir ein Messer rein.
Bin keiner Schuld bewusst, mein Blut zerfließt wie süßer Wein.
Erlösung mein Genuss, will ich irgendwen noch grüßen? Nein.
18.5.08 16:38


._.

Die letzten Tage, die mir einsam vorkommen wie Wochen werde ich immer passiver. Mir ist auch aufgefallen, ich bin kaum noch in der Lage Gefühle zu zeigen. Es geht nicht. Ich grinse gezwungen, lache über Sachen nur damit andere nicht nachfragen wie es mir geht.. Höchstens lache ich noch darüber, wenn ich sehe wie Menschen sterben - Bilder von zerfetzten Menschen sehe. Ich weiß nicht wieso.

Ich habe verlernt zu weinen, und es macht mich krank. Ich hab alles versucht, es geht einfach nicht! Warum? Ich weiß es nicht.. Ich würd so gern einfach mal weinen. Es kann so befreiend sein!

 

Gute Nacht.

 

 

"Durch das Fernsehen sind wir alle im
Glauben groß geworden, dass wir alle
eines Tages Millionäre werden. Aber
das stimmt nicht!"

18.5.08 22:38


Mein Therapeut und Ich

Nun. Letzte Nacht war eine sehr komische Nacht. Ich hab sehr viel nachgedacht, geht bei mir im bett und nüchtern immer am besten.

Seitdem ich nicht mehr weinen kann, habe ich das Gefühl, ich bin sehr eingeschränkt in Emotionen prinzipiell. Ich habe mich entschieden, mich zu ändern.  Nun, laut meiner bisherigen Lebenserfahrung und eigenen Beobachtung ändern sich Menschen nie,  vergleichbar mit einem stück holz. Man kann immer mehr absägen und absägen, aber es wieder zusammen setzen geht nicht. oder nur mit kleber (= Nicht dauerhaft.). Ich versuche es trotzdem. Dinge die ich tun will sind:

- Kontakt zu meiner Ex-Freundin herstellen

- Versuchen Mainstream zu tolerieren

- Immer Freundlich antworten auch wenn es mir beschissen geht

- Weniger Drogen

- keine Gewalt-Bilder/Videos mehr

- Mehr Zeit mit den Menschen vebringen die mir was bedeuten

- Versuchen neue Kontakte zu schließen - nicht so schüchtern sein

Ich werde ein besserer Mensch. Ich versuch's wirklich.

Ich bin ein guter Mensch, verdammt ich war so schlecht
hab nur im park rumgehangen, den ganzen tag auf crack
ich war ein böser mensch, ich habe jeden gehasst
hab kein am leben gelassen, bis auf die zähne bewaffnet
bin jetzt ein besserer mensch, ich könnt die erde umarmen
da soll noch einmal jemand sagen wunder werden nicht war
denn ich fahr autos auf der straße, nicht mehr auf'm Gehweg
ich habs aufgegeben - wer's glaubt, wird seelig.

20.5.08 15:20


Und sie dreht sich doch!

Menschen ändern sich nicht..

- Kontakt zu meiner Ex-Freundin herstellen | getan.

- Versuchen Mainstream zu tolerieren | nicht geschafft

- Immer Freundlich antworten auch wenn es mir beschissen geht | halb geschafft

- Weniger Drogen | nicht geschafft

- keine Gewalt-Bilder/Videos mehr | halb geschafft

- Mehr Zeit mit den Menschen vebringen die mir was bedeuten | halb geschafft

- Versuchen neue Kontakte zu schließen - nicht so schüchtern sein | nicht geschafft.

 

Nein, sie ändern sich wirklich nicht. Meine Weste ist nicht mehr zu waschen..


23.5.08 17:48


Ich war heute meine Oma besuchen. Ich mag Friedhöfe, es ist immer ruhig. Allerdings will ich kein Grab wenn ich mal sterbe. Ich verstehe nicht warum Menschen einen Ort zum trauern brauchen. Wenn einem der Mensch wichtig ist, und die Tränen nicht erzwungen sind, dann kann man überall und zu jeder zeit über verlorenes trauern.

Ich wünschte ich könnte weinen.. 

25.5.08 19:31


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