Heute hier morgen dort

Ich könnte Stunden, Tage, Wochen schreiben. Über alles was so passiert. Aber Warum? Ich habe ewig nichts veröffentlicht und werde es auch nicht mehr tun.

Gelegentlich packt mich die Lust Gedichte zu schreiben, daher:

https://foreverfadedblog.wordpress.com/

 

Vielen Dank für Jahre mit stiller Unterstützung. 

27.10.16 23:49


Um nicht zu vergessen

Und dann schreibe ich doch noch. Und Leute würden fragen, ob ich nicht was gutes schreiben könne. Doch es ist in meinem Herzen. Niemand kann mir das nehmen. Ich brauche das Schreiben um nicht zu vergessen; nicht zu vergessen, dass es auch andere Dinge im Leben gibt, Dinge die man nicht mit Geld kaufen kann. Das in meinem Kopf etwas ist, dass nur mir alleine gehört. Wenn ich Erwachsen werde und Werte wie Ballast abwerfe, möchte ich mich daran erinnern, dass die Gedanken frei sind. Deswegen schreibe ich. Es gehört mir, und das kann mir auch niemand nehmen.
7.3.15 14:37


Wie soll man aufwachen wenn man nicht schläft?
19.12.14 21:48


Ruhelosigkeit

Ich bin Ruhelos, doch von außen betrachtet wohl eher genau das Gegenteil. Ich bilde mir ein es sei das Chaos in meinem Kopf; als würde es in anderen Köpfen groß anders aussehen. Um diese Frage komme ich nie umher. Wenn ich mal wieder in den Fängen des Alltags Bus fahre, und all die Menschen sehe, muss ich mich immer fragen was in ihren Köpfen vorgeht. Nicht selten kommt es vor, dass ich Stimmungen erahne und sich diese dann auch in kurzer Zeit zeigen. Als kleines Beispiel liegt auf einer mir bekannten Strecke ein Geschäft für Brautkleider. Nicht selten kann man an diesem Part der Strecke kurz die Verträumtheit so mancher Dame im Gesicht sehen, wenn wir an der Ampel halten und das Schaufenster nur drei Meter entfernt ist. Ich finde es immer wieder schön das zu sehen, wenn aus dem fokussierten Blick aufs Handy ein gläsener selbstvergessener Blick entsteht. Natürlich kann es auch sein, dass ich mir das alles einbilde. Und wenn das so ist spielt es letztendlich auch keine Rolle. Ich komme so oder so nicht zur Ruhe. Manchmal glaube ich die Welt ist meine Gedanken nicht wert, denn sie funktioniert. Sie ist nicht für größeres bestimmt, und auch nicht zur Perfektion gezwungen, da wir alle nur ein Unfall sind. Sie funktioniert einfach. Ein ständiges Vorran in die Zukunft, zu wenig Zeit zu hinterfragen oder zu philosophieren. Und wenn ich dann glaube zwischen all dem Wirrwarr in meinem Kopf ein Körnchen Wahrheit zu sehen, werde ich Zeuge wie sie in sich zerfällt, und zu tausenden kleinen Teilchen in ein Meer aus Reizüberflutung sinkt, und für immer wie ein unerreichbarer Schatz in der Tiefe bleibt. Es wäre doch absolut arrogant zu glauben, nicht jeder würde sich wie ich 24/7 seinen Kopf wund denken. Und so bleibt mir, weil der Rest der Welt es ja auch schafft, den Off-switch zu finden und ein Leben zu führen, eigentlich nur noch Anerkennung, die sich jedoch bei sekundärer Betrachtung in Hass verwandelt. Wieso glauben die dummen immer sie seien intelligent (mich eingeschlossen)? Und was denkten sich die intelligenten? Gibt es sie überhaupt noch? Menschen die über den Dingen stehen? Die die Welt sehen wie sie ist? Menschen mit Lösungsansatz? Nein, es gibt sie nicht. Denn wir sind ein Unfall und keine Kreation einer höheren Macht, die nach Perfektion strebt.
Letztendlich bleibt mir dann doch nur weiter zu machen, und sich an mein Gefängnis im Kopf zu gewöhnen.


Mein Blog wird ab heute auf privat gestellt. Letztendlich hilft mir der Blog sowieso nicht, und ich würde mir vor Apistie einen Arm abhacken wenn mein Gedankendurchfall da draußen irgendeiner Person geholfen hat.
17.10.14 18:15


....

Hi,
Ich bin T., 91er Jahrgang, Ich habe nichts erreicht und keine Talente. Meine Hobbies sind kiffen, schlafen und TV. Ich hab immer Geld fürs kiffen aber esse nur jeden 2. Tag. Kann mit Schufaeintrag dienen doch für meinen Suff kann ich sorgen, zitternd am Nachtschalter. Kalter Schweiß im ungeheizten Raum, bis ich hungrig einschlaf. Artikuliere mich wie ein Sonderschüler, Zuneigung macht mir Angst, Probleme mit Nähe und Distanz, unkaschierbare Schüchternheit.
Sollte dir das bekannt vorkommen, möchte ich nichts mit dir zu tun haben, aber bitte steck mich nicht in eine Schublade. Aber wenn du schön und reich bist, können wir es ja mal versuchen. Bitte schreib mir, ich warte auf deine Nachricht. Ich bin eigentlich nett, hat nur bis jetzt noch niemand gemerkt. Also Wenn du kein Kiffer oder Student bist, schreib mir ne Grußkarte, ich antworte sofort und dann sind wir verliebt. Und nach 2 Wochen merke ich, eigentlich nervst du mich.
Zettel anne Tür reicht auch.
28.8.14 22:32


18 Uhr 30

Und wieder einer dieser Tage. Wie schon gefühlt eine Millionen mal zeige ich dem Busfahrer beim einsteigen mein Ticket. 1 von 3, 1 von 3 schaut auch tatsächlich aufs Ticket, meist mit diesem leeren Blick, als würde er direkt durchstarren. Ich setze mich auf einen freien Platz und stell den Rucksack zwischen die Beine. Gleiches Ambiente, unertragbar die Tatsache, dass ich diese Strecke zu oft gefahren bin. Manchmal steige ich vorher aus, nur um einen neuen Weg gehen zu können, es macht mich alles krank. Eine Station gefahren und kurz davor in den Autopilot zu schalten; um all die hässlichen Gebäude nicht sehen zu müssen, oder den dreckigen Boden des Busses, der in einem gelblichen Licht schimmert, das mich fast erbrechen lässt. Doch kurz bevor ich in diesen Zustand verfallen kann, steigt sie ein. Unübliche Haltestelle, dort würde man die Sehnsucht am wenigsten erwarten. Ich rege mich keinen Zentimeter. Ist sie das? Nein! Nie im Leben, was soll sie denn hier? in dieser Stadt? Doch, es gibt keinen Zweifel mehr. Dieses Lächeln hatte sich schon vor Jahren eingebrannt. Da sitzt sie nun, eingestiegen mit einem Mann den ich grob gesagt als bessere Version von mir beschreiben würde, unwissend in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Sie sieht so unglaublich glücklich aus, unbekümmert und in seelischem Frieden. Sie hat mich natürlich nicht gesehen, ich bin einer dieser Menschen die man nicht sieht. Aber was sollte auch passieren? Würde sie mich begrüssen und ich würde ein zwei Höflichkeitsfragen rausstottern, vermutlich noch einen schlechten Witz machen? Unerträglich diese Gedanken die mir in wenigen Sekunden durch den Kopf gehen. Wie müsste diese Situation dann nur sein, wenn die Frau tatsächlich eine Verflossene wäre? Ich stehe gefühlt vor einer Panikattacke, denn sie so unerwartet zu sehen lässt mich aus unbekannten Gründen plötzlich an allem zweifeln. Unweigerlich muss ich kurz grinsen, beim absurden Gedanken "Im nächsten Leben versuchst du es.", doch letztendlich bleibt es dann dabei, die Frau von der ich glaub(t)e sie zu lieben, für mich nur noch eine Metapher für alles was ich verpasst habe und verpassen werde, wird weiterhin nur ein trauriger Abschnitt in meinem Kopf bleiben. Letztendlich habe ich meine Gefühle doch nie verstanden. Und als sie dann aussteigt, macht sich eine Leere in mir breit, die alles was ich bin vereinnahmt und mich mit nichts stehen lässt. Seit dieser Busfahrt bin ich nicht mehr der gleiche.
31.7.14 20:57


betäubt

Immer wieder wollte ich einen Eintrag verfassen, doch es gibt einfach nichts neues. Es ist immer das gleiche mit mir, und die Tatsache mich durchschaut zu haben macht es wesentlich komplizierter. Ich fühl mich irgendwie betäubt, und wenn die Situation sich nicht ändern lässt gebe ich einfach auf und ändere nur meine Erwartung und meine Ansprüche. Und immer wieder wache ich auf muss pissen aber bin zu faul, und ich wälz mich Stunden im Bett herum, starre auf die Decke, die Flecken ergeben einmälig ein Muster, kein Grund zum aufstehen liege ich da bis es meine Blase nicht mehr erträgt, genervt vom Leben starre ich in meinem leeren Zimmer rum, die weissen Wände strafen mich mit Schweigen. Weiss seit dem Einzug, seit knapp 7 Monaten habe ich nicht ein Bild oder Poster aufgehangen, irgendein Psychologe hätte da sicher einen cleveren Spruch auf Lager, da bin ich mir sicher.
Bis hierhin habe ich meinen Eintrag gerade nochmal gelesen und festgestellt wie verwirrt ich bin, ich weiß garnicht ob da irgendwas Sinn ergibt wenn man nicht ich ist. Und selbst wenn, dann habe ich es doch nicht richtig geschafft mich auszudrücken. Es nagt einfach zuvieles an mir, alles zynisch alles grausam, aber ich habe mich dran gewöhnt. Ich habe das Gefühl ein Mensch mit einer gefährlichen Mischung von Charakterzügen zu sein. Ich bin ein absolut talentfreier Mensch, doch zugleich ein Perfektionist, der alles was er machen will direkt perfekt hinkriegen muss, sonst ist es einfach zu viel und es wird sich nicht weiter damit befasst. Ich habe nichtmal wirkliche Interessen, in deren Gebiet ich mir eine Profession suchen kann (ausgenommen Drogendealer). Neulich hat mich jemand gefragt, was mich als Kind glücklich gemacht hat. Ich konnte darauf nichtmal eine Antwort geben, klar ich hätte Fussball sagen können, doch es hat mir bei genauerer Betrachtung nur Spaß gemacht, weil ich gut dadrin war. Rundum hatte ich aber eine schöne Kindheit und konnte wahrscheinlich daher keine konkrete Antwort geben, was mich noch mehr rätseln lässt, was mit mir schief gelaufen ist. In letzter Zeit geht mir das mit dem Fussball auch nicht mehr aus dem Kopf. Da steht ein ehemaliger Mitspieler meines Vereins im Kader der deutschen Mannschaft, und ich sitze überm Aschenbecher der sich mein Leben schimpft und gucke zu, wissend, dass ich am gleichen Tag vom gleichen Bundesligaverein ein Angebot zu Probetrainings bekommen hatte. Damals war mein Vater leider nicht beim Turnier (das soll jetzt nicht vorwurfsvoll klingen) und mein Trainer hat abgelehnt weil er die Meinung vertrat, dass man sich in diesem Alter auf die Schule konzentrieren sollte. Naja, was solls. Heut hab ich die Kondition eines Bioapfels, kein Interesse Sport zu treiben, und wie ich mich kenne hätte ich wohl sowieso nicht genug Biss gehabt, um ebenfalls Profi zu werden. Aber wen würde es nicht innerlich zerfressen, wenn man schon ohne so einer Vorgeschichte neidisch auf Profifussballer ist.. Das wars von mir, rundum unbefriedigender Eintrag für eine so lange Zeit Abstinenz. Wenig Inhalt viel Gelaber.

Gute Nacht
8.7.14 02:42


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